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Die oder der WIKI? Was uns 2021 nicht gefällt!

Unsere Gedanken zum Weltfrauentag 2021

 

 

Auch wenn der Kern unserer Tätigkeit die Betreuung, Begleitung und Bildung von Kindern ist, fühlen wir uns dem Themenkreis „Frau & Weiblichkeit“ sehr eng verbunden. Warum? 1.500 Kolleginnen und 8.200 Mamas, die ein essenzieller Bestandteil unseres WIKI-Universums sind.

 

An nur einem einzigen Arbeitstag prasseln unzählige Eindrücke aus Erlebnissen auf uns ein: Die Mama, die uns über ihre kürzliche Trennung und die neue Wohnsituation informiert. Die Kollegin, die nach langem unerfülltem Kinderwunsch, freudestrahlend ihre Schwangerschaft bekanntgibt. Der neue, coole Job und die familiären Herausforderungen, die damit aber einhergehen. Wir erleben jeden Tag ein Potpourri aus Freude, Sorgen, Inspiration, Zweifel, ... . Die Bedürfnisse und Wünsche, die hinter diesen Gefühlen stehen, betreffen uns im Kern - als Frau - alle.

 

Wie wir uns gegenseitig begegnen möchten.

Was uns momentan nicht gefällt.

Was wir uns dringend wünschen.

 

 

Unser Fundament ist weiblich. Das Fundament, die Basis - ja, das Herzstück von WIKI - ist weiblich. In der Abteilung Kinderbetreuung sind 98,5% aller KollegInnen Frauen. Während im Jahr unserer Firmengründung 2001 noch ein junger, blonder Bub Teil unseres Firmenlogos war, wissen wir heute, dass es wahrscheinlich DIE und nicht DER WIKI ist. Sie ist eine starke, smarte und gefühlvolle Frau und sie feiert heuer übrigens ihren 20. Geburtstag.

 

 

Mama [die]. Tagtäglich vertrauen uns rund 8.200 WIKI-Mamas ihr wertvollstes Gut an. Sie vertrauen in unsere Fähigkeiten und in unser Gespür, ihr Kind in ihrer Abwesenheit individuell und liebevoll zu fördern. Auch unter unseren 1.500 KollegInnen gibt es viele Mamas. Um ihrem Beruf nachgehen zu können, vertrauen auch sie ihren größten Schatz einer Kollegin an. Das Mamaherz leidet in der Eingewöhnung, es freut sich über die ersten mitgebrachten Bastelstücke und es ist traurig, wenn das Kind am Geburtstag krank wird und auf das Fest im Kindergarten verzichten muss.

 

 

Druck und Erwartung. Immer wieder erleben wir, wie unglaublich stark der soziale und gesellschaftliche Druck auf Frauen lastet. Frauen, die im fünften Schwangerschaftsmonat ihr ungeborenes Kind für unsere Krippe anmelden möchten, um den Arbeitgeber-Wünschen gerecht zu werden. Frauen, die ihr Kind während Corona in den Kindergarten bringen und dafür auf Facebook niedergemacht werden. Frauen, die ihr Kind bis zum vierten Lebensjahr zuhause betreuen und dafür als „faul“ abgestempelt werden. Frauen, die ab dem zweiten Lebensjahr des Kindes wieder Vollzeit arbeiten möchten und als Bad-Mum angefeindet werden.

 

 

Was uns nicht gefällt. Leider kommt Kritik über das Lebensmodell einer Frau oft... von einer anderen Frau. Insbesondere in den sozialen Netzwerken ist der Ton in den letzten Jahren, ganz besonders aber seit Corona, sehr viel rauer geworden. Es macht uns traurig und fassungslos, wie hart manche Frauen mit Anderen in diversen „Mama-Gruppen“ auf Facebook ins Gericht gehen - ohne sich persönlich überhaupt zu kennen. Schonungsloses Bashing ohne Rücksicht auf Verluste. Woher kommt dieser Frust?

 

Was wir uns wünschen. Im letzten Jahr hat sich auf Instagram der Hashtag #girlssupportgirls etabliert. Dabei handelt es sich um eine Kampagne von Instagram und Bravo Girl für mehr Zusammenhalt zwischen jungen Frauen. Ziel ist es, dass sich Mädchen und junge Frauen gegenseitig zu den Themen Bodyshaming, Mobbing, Rassismus etc. unterstützen. Aktuell gibt es bereits mehr als 460.000 Beiträge zu #girlssupportgirls. Bravo, wir freuen uns auf diese Generation von Frauen!

 

Wir wünschen uns mehr #girlssupportgirls für alle Frauen. Auch wenn der Spruch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, stimmt er doch in seiner Bedeutung noch immer zu 100 Prozent: Gemeinsam sind wir stark. Erlauben wir uns mehr Verständnis und mehr Nachsicht für uns selbst und für andere. Versuchen wir die Dinge öfter so zu betrachten, wie eine Oma es tun würde - warm, herzlich und gelassen. Vernetzen wir uns besser und nutzen dieses Netzwerk auch ohne Scham oder falschen Stolz. Frei nach Mahatma Ghandi: Seien wir gemeinsam die Veränderung, die wir uns für die Welt wünschen.

 

Wir wünschen allen Frauen einen schönen „Internationalen Frauentag“. Klopft euch auf die Schulter und gratuliert euch selbst. Ihr seid toll!

 

 

-      Beitrag von Ulli Hackinger, WIKI-Kollegin seit 12 Jahren.